Das Kräuterweible

Das Kräuterweible beim sammeln der begehrten Kräuter

Das Brochenzeller Kräuterweible geht zurück auf eine Überlieferung, der zufolge eine alte Frau zurückgezogen in der Sauermannshütte im nahen Brugger Wald lebte. Sie sammelte Kräuter und wusste allerhand über deren Heilkraft.

 

Um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können, bot sie ihre gesammelten Kräuter gelegentlich im Dorf feil. Die Brochenzeller begegneten ihr mit Argwohn. Ihr Treiben war den Bewohnern nicht geheuer und so blieb es nicht aus, dass sie schließlich als Hexe verschrien war.

 

Das Häs des Brochenzeller Kräuterweible ist aus Leinen gefertigt in den Farben des Waldes. Der fast knöchellange Rock ist braun-grün, die Schürze mit zwei Taschen olivgrün. Über der knopflosen beigen Bluse trägt sie ein selbst gestricktes Schultertuch aus dunkler Wolle, welches von einem Astlochholz zusammen gehalten wird.

 

Unter dem dunkelbraunen Kopftuch lugen die schwarzgrauen Haare etwas hervor. An den Beinen trägt sie dunkle Wollstrümpfe und dunkle feste Lederschuhe. Schwarze Strickhandschuhe schützen ihre Hände. Im Arm hält sie einen Weidenkorb mit Kräutern darin.

 

Mit der neu geschnitzten Maske trat das Kräuterweible erstmals im Jahre 2005 beim damaligen Hexenspuk auf. Seit der Fasnet 2009 ist die Gruppe des Kräuterweible auch auf Fasnetsumzügen vertreten.